Motorrad richtig einwintern

Langsam aber sicher ist es wieder Zeit sein geliebtes Zweirad einzuwintern. Das richtige Einwintern ist wichtig um bei der Reaktivierung im Frühjahr keine unnötigen Probleme zu haben. Auch der Wert des Motorrads wird erhalten und man(n) erspart sich mühselige Arbeiten und viel Ärger wenn man sein Gerät wieder aus dem Winterschlaf weckt.
Eigentlich ist die Einwinterung recht einfach und kann von jedem selbst gemacht werden; etwas technischer Hausverstand ist dabei natürlich auch von Vorteil.

Ein Blick in die Reparaturanleitung gibt außerdem auch detaillierte Informationen über die Arbeiten die zum Einwintern notwendig sind. Aber des ambitionierte Biker hat so ein Handbuch sowieso zu Haus!
Der ideale Ort für den Winterschlaf ist eine trockene und gut belüftete Garage oder ein anderer frostsicherer Raum.
Eine geeignete Abdeckplane schützt das Motorrad vor Staub und anderen Verunreinigungen. Wer ein besonders Wertvolles Motorrad sein Eigen nennt, dem ist der Kauf einer Luftdichten Komplettgarage anzuraten. Oft ist in diesen Planengaragen auch ein Luftentfeuchter enthalten, das Motorrad wird dadurch besonders gut vor Korrosion geschützt.

Diese luftdichten Garagen ermöglichen auch eine Überwinterung an einem weniger geeigneten Abstellplatz (unter einem Dachvorsprung, Flugdach, usw.) im Freien.
Doch bevor das heiß geliebte Fahrzeug unter die Haube kommt, sollte es noch einmal gründlich geputzt und sorgfältig geschmiert werden. Wenn nötig sollte auch gleich das Öl gewechselt und das Ventilspiel überprüft werden. Bei einer letzten Sichtkontrolle sollte man noch einmal nach „schwitzenden“ Motordeckeln, angescheuerten Kabeln und nach korrodierten Steckern Ausschau gehalten werden.

Den Tank vor dem Winter ganz füllen

Der Rost schläft nie; schon gar nicht im Winter! Beim letzten Tankstellenstop vor dem Einwintern sollte man daher den Tank möglichst voll füllen. Wer einen Kunststofftank bei seinem Bike hat, braucht diese Wertanlage natürlich nicht tätigen!
Auch im Vergaser (falls vorhanden) können sich Rückstände bilden und die feinen Bohrungen und Düsen verstopfen. Wenn das passiert darf man im Frühjahr den Vergaser zerlegen und alles gründlich reinigen. Um das zu verhindern, dreht man einfach die Ablassschraube der Schwimmerkammer auf und lässt den enthaltenen Sprit in ein geeignetes Gefäss ab.

Batterie laden

Die Batterie sollte man wenn möglich ausbauen und an einem warmen Ort aufbewahren. Einmal im Monat muss sie dann geladen werden um die Ladung zu erhalten. Wer möchte kann sich auch einen Batteriewächter kaufen. Das ist ein kleines Ladegerät, das die Spannung der Batterie automatisch erhält und diese so immer einsatz bereit hält. Diese Batteriewächter können auch direkt ins Motorrad eingebaut werden., dass Motorrad sollte aber dann aber an einem Ort überwintern an dem die Temperatur über 15°C bleibt.

Reifen und Räder

Die Reifen sollte man beim Einwintern 0,5 bar über den Normaldruck aufpumpen. Wenn möglich sollte man das Bike auch so aufbocken, dass die Räder nicht den Boden berühren. Oft reicht schon ein breites Brett unter dem Hauptständer. Es gibt auch geeignete Ständer die man unter der Schwinge, am Rahmen oder am Motor (Motorgehäuse oder Ölwanne nicht beschädigen) befestigt.

Wenn man diese Tipps beachtet sollte es im Frühling kein böses Erwachen geben und man kann sich den ganzen Winter über auf ersten warmen Tage im Jahr freuen!

Liebe Grüße aus Haselbach
Euer Peter

httpv://www.youtube.com/watch?v=N40V49TI2Nc&feature=related

2 Comments

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  1. Hallo Peter, warum soll man denn den Reifendruch um 0,5 Bar erhöhen? Wäre es nicht besser den Reifendruck auslassen, damit der Gummi geschont wird?

  2. Diesen Tipp habe ich von einem Automechaniker. Beim Einlagern der Reifen erhöhen auch die in der Werkstatt den Druck, damit der Gummi fest gegen die Felge gedrückt wird. Wenn man die Luft aus dem Reifen lässt, kann die Karkasse leicht durchhängen und die die Luft kann entweichen.
    Auch im Reparaturhandbuch steht, dass man den Druck erhöhen soll.

    Liebe Grüße
    Peter

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