Tierische Düngemittel für den Gemüsegarten

Der Frühling naht und es wird Zeit die Düngung des hauseigenen Gemüsegartens vorzubereiten. Tierische Dünger sind sehr beliebt und bringen beachtliche Erfolge wenn man sie in den heimischen Beeten einbringt. Es empfiehlt sich schon im Herbst seine Fuhre Mist organisieren und über den Winter kompostieren.

Pferde-, Schaf-, Ziegen- und Kaninchenmist

Gerade jetzt im Frühling eignet sich Pferde-, Schaf-, Ziegen- und Kaninchenmist zum anheizen der Frühbeete. Diese hitzigen Dünger werden auch oft mit anderen Tierischen Düngern vermischt und eingebracht. Der Nährstoffgehalt ist mit dem von Rindermist vergleichbar und daher auch zur Düngung von besonders zehrenden Gemüsesorten geeignet.

Schweinemist

Dieser sollte, eigentlich wie alle tierischen Exkremente, zumindest eine Zeit lang kompostiert werden. Er enthält fast keinen Kalk, dafür aber Kali und etwas Stickstoff und wird bevorzugt zur Düngung von Himbeeren, Sellerie und Lauch.

Geflügelmist

Guano ist die bekannteste Art von Geflügelmist. Dieser und die Hinterlassenschften von Hühnern, Enten und anderen Geflügelarten haben einen auffällig hohen Anteil an Kali und Stickstoff, was nicht ganz unproblematisch ist. Dieser Mist ist besonders „hitzig“ und kann leicht zur Überdüngung und zur regelrechten Verbrennung der Pflanzen führen. Besonders Guano fördert die Blütenbildung bei Zimmer-, Balkon- und Gartenblumen.

Getrockneter Rindermist

Getrockneter Rindermist ist besonders reich an Kali, welcher in anderen organischen Düngern nur in geringen Mengen vorhanden ist oder ganz fehlt. Besonders gut eignet sich dieser Dünger für Sellerie, Rosen und Karotten.

Frischer Rindermist

Rindermist ist seit den frühzeitlichen Anfängen des Ackerbaus das wichtigste Düngemittel. Er enthält viel Stickstoff und sollte beim Lagern daher nur mit kalkfreien Steinmehl bestreut werden. Das verhindert ein Entweichen des Stickstoffs in Form von Amoniak.
Wenn überhaupt darf ganz frischer Rindermist nur im Herbst und dann nur ganz dünn an der Oberfläche aufgebracht werden! Seine starke Wirkung kann die Gemüsepflanzen sonst vernichten. Am Besten man kompostiert ihn einen Winter lang und verwendet diesen Dünger für stark zehrende Pflanzen.

Hornspäne und Knochenmehl

Hornspäne und Knochenmehl sind Dünger die aus Schlachtabfällen hergestellt werden. Sie sind in praktisch Verpackt und in jedem Gartencenter erhältlich. Im Garten werden sie recht langsam umgesetzt und wirken daher recht lange Zeit. Horn- und Knochendünger enthalten vor allem Stickstoff, Phosphor und eine Reihe an Spurenelementen. Der Dünger kann daher mit fast allen anderen natürlichen Düngern vermischt werden.

Ein kurzer Nachsatz: Besorgen sie sich ihre persönliche Fuhre Mist beim Landwirt ihres Vertrauens. So verhindern sie, dass Rückstände von Hormonen und anderen Substanzen welche in Tierfabriken eingesetzt werden, den Weg in ihren Garten finden.

Weitere infos gibt’s natürlich auch auf anderen Webseiten und in Buchform.

Kommentare

  1. Avatar Hellmich meint

    Ich stelle pro Jahr ca 3m³ Kompost her. Bestehend aus Herbstblätter (ein Drittel Eiche), Heckenschnitt, Garten- und Hausabfälle und Taubenmist. Aufgesetzt wird der Komposthaufen Ende November. Der Kompost gelingt gut und ist in ca 10 Monaten fertig. Eichenblätter und Taubenmist sind allein schwierig zu kompostieren. In der richtigen Mischung für ein C/N-Verhältnis von ca 1 – 30 ergänzen sich die beiden Materialien sehr gut, da im Taubenmist ausreichend Kalk und Stickstoff enthalten ist. Da mir pro Jahr ca 300 L Taubenmist zur Verfügung steht, ist lediglich der hohe Phosphorgehalt im Taubenmist nicht ideal. Da das gesamte Material jedoch zu 50% aus Herbstblätter besteht, dürfte der Bestand an den Nährstoffen im Kompost ausgeglichen sein.

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