Torf mit Vorsicht einsetzen

Torf ist aus dem Gartenbau nicht mehr wegzudenken, er wird mittlerweile als „eierlegende Wollmilchsau“ eingesetzt. Immer mehr Hobbygärtner verwenden ihn vor allem mit dem Argument: „Weil er so schön ordentlich aussieht!“ Das ist leider nicht ganz unproblematisch! Durch großzügiges Einbringen in das Erdreich wird einerseits der Boden übersäuert und hat keinerlei Düngewirkung auf den Boden; auch wenn „Düngetorf“ auf der Packung steht! Da Torf ein Naturprodukt aus Hochmooren ist, werden bei seiner Förderung ganze Moorlandschaften für immer zerstört.

Richtig eingesetzt hat dieses Naturprodukt aber sehr gute Eigenschaften zur Regulierung des Wasser- und Lufthaushalts des Erdreichs. In sandigen Böden wird das Wassergespeichert und nach und nach wieder an die Gartenpflanzen abgegeben. In lehmigen Böden wird die Feuchtigkeit gebunden und eine bessere Durchlüftung gewährleistet. Bevor Torf in das Erdreich eingebracht wird muss er allerdings kräftig angefeuchtet werden, da er ähnlich wie ein Schwamm wirkt.

Rosen sollten mit Torf überhaupt nicht zusammenkommen. Auch wenn man das hin und wieder sieht; der Boden wird übersäuert und die Pflanzen brauchen das überhaupt nicht. Moorbeetpflanzen, Azaleen und Heidekraut haben dagegen wesentlich mehr Freude mit dem Stoff aus dem Moor und gedeihen prächtig.


So wird Torf gefördert.

Deine Meinung ist uns wichtig

*