Fäulen- und Pilzbefall im Garten

Pilze gehören zu den niederen Pflanzen, die ohne Chlorophyll leben. Sie bestehen aus fadenähnlichen Zellen, welche sich von toten oder lebenden Substanzen ernähren. Diese Fäden wachsen in das Gewebe ein und entziehen Nährstoffe.

Für die Vermehrung durch Sporen benötigen diese Pflanzen viel Feuchtigkeit und Wärme. Eine Vielzahl von verschiedenen Pilzarten spielen im Boden eine wichtige Rolle bei Abbauprozessen und der Humusbildung.
Oberirdisch können bestimmte Pilze aber große Schäden an Kulturpflanzen anrichten. Sie gehören zu den Parasiten, die im Gewebe ihrer Wirtspflanzen wuchern. Allerdings müssen dazu die richtigen Bedingungen herrschen.
Hier ein Auswahl aus den tausenden von bekannten Pilzkrankheiten:

Bodenschadpilze

Sie befallen Zwiebeln, Knollen und Wurzeln. Gefährdet sind beispielsweise Tulpen- und Gladiolenzwiebeln, Astern und Kohlpflanzen (Schwarzbeinigkeit der Setzlinge, Umfallkrankheit).

Baumkrebs

Er verursacht Schäden, die Tief in das Gewebe wuchern und den Saftfluss unterbinden. Äste und Zweige die oberhalb der Infektionsquelle liegen, sterben einfach ab.

Blattflecken

Blattflecken sind eine Pilzkrankheit, die Sellerie, Tomaten und Bäume befällt. Auf den Blättern zeigen sich braune Flecken, die eintrocknen und ganze Pflanzen teile sterben ab.

Grauschimmelpilze

Sie sind weit verbreitet und in den Gärten gefürchtet. Sie benötigen ausreichend Flüssigkeit zur Vermehrung und sind typische Schwächeparasiten. Grauschimmelpilze treten auch oft nach längeren Regenperioden auf. Der graue Schimmel ist leicht erkennbar und befällt Erdbeeren, Trauben, Salat, Ggurken, Alpenveilchen und Geranien.

Kraut- und Knollenfäule

Diese Fäulen treten vor allem bei Nachtschattengewächsen wie Tomaten, Kartoffeln und Paprika. Das Kraut der Pflanzen stirbt ab und die Knollen beginnen zu faulen.

Rostkrankheiten

Diese Krankheiten weisen eine Besonderheit auf: Sie entstehen nur, wenn die Pilze zwei verschiedene Pflanzenarten vorfinden, welche sie für ihre Vermehrung benötigen.
Auf bestimmten Zwischenwirten entwickeln sich die Pilzsporen, die auf andere Pflanzen wechseln und rostfarbige Flecken verursachen. Rosen, Bohnen und Johannisbeeren sind besonders gefährdet.

Echter und falscher Mehltau

Diese Pilzkrankheiten sind weit verbreitet. Der Echte Mehltau entwickelt sich auch bei trockenem Wetter, während sich der Falsche Mehltau nur in feuchten Sommern verbreiten kann.
An einem mehligen Blattbelag erkennt man den Echten Mehltau und er ist vor allem auf Rosen, Gurken, Erbsen, Weinreben und Obstbäumen zu finden.
Der Falsche Mehltau hingegen zeigt einen mehligen Belag unter den Blättern und weiß-gelbe Flecken auf der Oberseite. Er gefährdet Reben, Kohl, Zwiebeln und Salat.

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