Foliengewächshäuser liegen im Trend – und das sind die Gründe dafür

Immer mehr Menschen gehen dazu über, Obst und Gemüse im eigenen Garten anzubauen. Wer den Ertrag erhöhen möchte, kommt um ein Gewächshaus meist nicht herum. Aber lange Aufbauarbeiten gehören der Vergangenheit an, seitdem es sogenannte Foliengewächshäuser gibt. Doch welche Vorteile bieten sie überhaupt dem Hobbygärtner?

Das Foliengewächshaus – was ist das eigentlich?

Schnell und mühelos auf- und jederzeit wieder abbauen: Diesem Prinzip entsprechen alle Foliengewächshäuser. Sie bestehen aus einem metallischen Gerüst und einer Folie als Bespannung. Für die Abdeckung kommen folgende Materialien in Betracht:

  • Polyvinylchlorid (PVC): Eine langlebige und reißfeste Folie, die viele Jahre dem Wetter trotzt und einen erstklassigen Wärmespeicher darstellt
  • Polycarbonat (PC): Noch einmal stoß- und reißfester als das PVC, wodurch sich der optimal isolierende Werkstoff auch für widrige Standorte eignet
  • Polyethylen (PE): Kostengünstige und leicht zu verarbeitende Folie, die meist nur ein Jahr zum Einsatz kommt und dafür das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet

Der Aufwand hält sich in Grenzen

Das meist als Stecksystem gelieferte Gewächshaus, das oft mit der passenden Gewächshaus Gitterfolie zum einfachen Aufbau geliefert wird – bringt nur ein geringes Eigengewicht mit und lässt sich ohne besondere Vorkenntnisse sowie häufig ohne zusätzliches Werkzeug innerhalb kurzer Zeit aufbauen – oder an einen anderen Platz bringen. Im Gegensatz zu einem festen Aufbau spielen Fehler bei der Wahl des Standortes also nur eine geringe Rolle. Viele der Foliengewächshäuser können in Größe und Form übrigens spielend einfach verändert sowie in Höhe und Breite erweitert werden. Ein kluges Konzept, das sich ganz den Wünschen und Bedürfnissen des Gärtners anpasst – und dabei auch noch wenig kostet.

Auf einen Maurer kann verzichtet werden

Der zweite Pluspunkt der Foliengewächshäuser ergibt sich aus dem zuvor Gesagten: Ein solcher Aufbau benötigt kein festes Fundament. Das metallene Gestänge verfügt über Zuspitzungen an den unteren Enden, um auf diese Weise fest im Boden verankert werden zu können. Das genügt bereits, um selbst starken Winden zu widerstehen. Werkstoffe wie Stein, Holz, Stahl und Glas kommen hier gar nicht erst zum Einsatz. Heißt, dass der Auf- und Umbau sowohl Zeit als auch Arbeitskraft spart – und damit einmal mehr die Gebühren senkt. Zumal das Foliengewächshaus bei guter Qualität mühelos mehrere Jahre genutzt werden kann.

Auch für größere Gewächse geeignet

Ein solches Gewächshaus kann eine Höhe von mehr als zwei Metern erreichen. Es bietet sich daher für alle Gärtner an, die darin stehend arbeiten möchten – ebenso für Pflanzen und Aufbauten, die nicht nur bodennah existieren sollen. Damit können sogar Sträucher und kleinere Obstbäume optimal aufgezogen werden. Stabile Systeme erlauben zudem das Integrieren von hängenden Regalen, sodass die Höhe des Gewächshauses perfekt ausgenutzt wird. Trotz unterschiedlicher Größen und Formen herrschen vom niedrigsten bis zum obersten Punkt gleiche Bedingungen hinsichtlich der Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit.

Für eine gute Belüftung ist gesorgt

Im Vergleich zu festen Gewächshäusern ergibt sich noch ein weiterer Unterschied: Aussparungen sowie die ohnehin benötigten Türen und Fenster können ohne nennenswerten Aufwand gestaltet werden. Ein Vorteil, der die erforderliche Belüftung gewährleistet. Durch den zirkulierenden Sauerstoff kommt es seltener zur stehenden Nässe – in der Folge können sich Schimmelpilze und unerwünschte Bakterienkulturen nicht mehr wie bisher im Haus und an den Gewächsen ausbreiten. Damit wiederum erhöht sich der Ertrag bei der Ernte, während der Ausschuss spürbar reduziert wird. Je besser das gelingt, desto mehr kann auf zusätzliche Mittel für den Pflanzenschutz verzichtet werden.

Die Energieeffizienz wird verbessert

Ein ökologisches und nachhaltiges Vorgehen ist für die Großbetriebe der Landwirtschaft ( dies gilt natürlich auch für alle Privatgärten, die einfach nur ein Hochbeet schön aufbauen möchten ) ebenso relevant wie für den Hobbygärtner, der auf eigenem Grund und Boden ein wenig Obst oder Gemüse anbauen möchte. Die Kosten für Strom, Wärme und Wasser lassen sich durch den Gebrauch eines Gewächshauses mit isolierenden Folien durchaus senken. Gleichbleibende Bedingungen im Inneren begünstigen zugleich das Gedeihen positiver Mikroorganismen, die den Pflanzen zu einem schnelleren und gesünderen Wachstum verhelfen können. Insgesamt reduzieren sich die Kosten für jedes geerntete Lebensmittel, während seine Qualität ansteigt – und auch für die Umwelt etwas Gutes getan wird.

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