Freud und Leid mit dem Maikäfer

Heuer ist es offenbar wieder ein besonders gutes Jahr für die Maikäfer. Vom Süden der Steiermark über Kärnten und Ost-Tirol bis in den Westen Österreichs treten die Maikäfer in wahren Massen auf. Auch Nieder-, Oberösterreich und in Teilen Hessenes und Baden-Württemberg sind größere Schwärme der Tiere zu beobachten.

Der Käfer frisst zwar die Blätter der Bäume und ein großer Schwarm kann in einer Baumkultur beachtlichen Schaden anrichten, doch den wirklich großen Schaden richten ihre Larven, die Engerlinge an. Sie verbringen nach dem Schlüpfen 3 bis 5 Jahre ihres Lebens unter der Erde und fressen die feinen Wurzeln. Ohne Wurzeln tut sich bekanntlich der Baum beim Wachsen recht schwer und stirbt im schlimmsten Fall ab.

Leider wird in vielen Obstkulturen schnell zu Insektengift gegriffen, leider gibt es tatsächlich einige Regionen wo sonstige Methoden nicht mehr greifen. In Österreich gibt es einige Ortschaften wo bis zu 80 Engerlinge pro Quadratmeter zu finden sind. Hier ist der Einsatz von Gift ok.

In Bregenz hat die Stadt beispielsweise eine Prämie ausgesetzt und diese wird von den Kindern gern angenommen. Die Käfer kann man ja relativ leicht von den Bäumen schütteln und einsammeln. Die gesammelten Käfer werden am mit einem Kübel kochenden Wasser übergossen und anschließend kompostiert oder an die Hühner verfüttert. Wer einige Hühner sein Eigen nennt braucht sich nicht lang Gedanken über das Problem zu machen. Einfach die Tiere ein paar Tage zwischen den befallenen Bäumen halten und schon hat sich das Schädlingsproblem erledigt.


Extreme Maikäferplage in Niederösterreich.


Maikäferplage in Pfunds in Tirol.

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