Akkupack selbst gelötet

Selbst gebautes Akkupack

Liebe Leser, als begeisteter Modellflieger stand ich kürzlich vor dem Problem, dass ich mir ein eigenes Akkupack zusammen löten musste. Eigentlich wollte ich mir ein fertiges Pack kaufen, aber die € 25.- waren mir zu teuer (die Materialkosten betrugen ca. € 14.-). Also selbst ist der Mann. Diese Akkupacks findet man übrigens auch in Schnurlostelefonen, Spielzeugen und vielen verschiedenen Dingen mehr.

Das benötigte Werkzeug

Das benötigte Werkzeug

Folgende Dinge habe ich benötigt:
Die 4 Akkus
Das Anschlusskabel
etwas Schrumpfschlauch (in passender Größe)
etwas blanken Kupferdraht
Lötzinn
eine Schere
einen Seitenschneider
eine Pinzette
meine Lötstation
meinen Heißluftfön


Und so bin ich die ganze Sache angegangen:

Die Akkus habe ich in die richtige Position gebracht und mit Klebeband erst einmal fixiert.

Nach dem ich die Akkus in die richtige Position gebracht habe, wurde die ganze Sache mit Klebeband fixiert.

Nach dem ich die Akkus in die richtige Position gebracht habe, wurde die ganze Sache mit Klebeband fixiert.

Jetzt kann ich schon den blanken Kupferdraht zur Hand nehmen und drei gleich lange Stücke abschneiden (ca. 15mm). Alle drei Drahtstücke werden auch gleich verzinnt damit uns bei den späteren Lötarbeiten leichter tun.
Nach dem Verzinnen soll der Draht möglichst ganz vom Lötzinn bedeckt sein.

Die Akkus klemme ich nun im Griff meines Seitenschneiders ein damit sie nicht umfallen können.

Jetzt kann vorsichtig etwas Lötzinn auf einen Akkupol gegeben werden. Der Akku darf dabei nicht zu stark erwärmt werden.

Mit der Pinzette wird der Draht nun so in das heiße Zinn gelegt, dass er schön auf dem darunter liegenden Pol aufliegt. Erst einmal abkühlen lassen; wenn nötig kann später noch der eine oder andere Tropfen Zinn nach gegeben werden bis Draht und Pol schön umschlossen sind.

Den Draht einfach mit der Pinzette festhalten und mit dem Pol des Akkus verlöten.

Das verläuft bei allen Akkupolen gleich. Vorsicht beim Erwärmen, dass ihr euch nicht verbrennt oder die vorhergegangene Lötstelle wieder aufschmelzt!

Hier ist das Anschlusskabel schon angelötet (- schwarz, + rot)

Hier ist das Anschlusskabel schon angelötet (- schwarz, + rot)

So sollte das ganze dann aussehen… die Kunst dabei ist eine zu starke Erhitzung der Akkuzellen zu vermeiden.
Hier bin auch schon dabei die Anschlussstellen für das Kabel zu verzinnen. Jetzt nur noch auf die Farben achten um eine Verpolung zu verhindern (rot an den + Pol; schwarz an den – Pol).

Das schwierigste wäre nun geschafft und ungefähr so sollte Euer Akkupack nun aussehen.

Damit die Zellen geschützt werden schneide ich nun eine ausreichend großes Stück vom Schrumpfschlauch ab. Achtet beim Kauf bitte darauf, dass er in jeder Position über alle Akkus geht.

Den Schrumpfschlauch einfach mit einer Schere zuschneiden.

Den Schrumpfschlauch einfach mit einer Schere zuschneiden.

Den Schlauch so über das Pack ziehen, dass es in der Mitte liegt und links und rechts noch mindestens 8 mm Überstand bleiben. Jetzt das Ganze auf eine temperaturbeständige Unterlage legen und mit dem Heißluftgebläse den Schlauch schrumpfen (gleichmäßig auf beiden Seiten erwärmen, dann gibt’s keine Falten).

Bitte beim Aufschrumpfen immer eine feuerfeste Unterlage verwenden.

Bitte beim Aufschrumpfen immer eine feuerfeste Unterlage verwenden.

Jetzt geht’s noch an die Kosmetik: Der überstehende Schrumpfschlauch wird mit einer Schere zurecht geschnitten und damit auch jeder weiß was in dem Packerl drin ist kommt noch eine Beschriftung drauf (kann natürlich auch mit der Hand gemacht werden).

Anbringen des Aufklebers

Anbringen des Aufklebers

Na bitte, geht doch. Ist alles keine Hexerei.

Ich habs gemacht!

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