Rauchmelder Ratgeber – Installation, Sicherheitstipps und Infos zur Rauchmelderpflicht

Wie funktioniert ein Rauchmelder?

Mehr Sicherheit durch richtige Anbringung und rechtzeitige Warnung

Bei dem Einsatz für private Wohnungen funktionieren allesamt nach einem optischen Prinzip, bei dem nach einer Raucherkennung eine entsprechende Alarmmeldung ausgelöst wird.

Das Herz ist die Messkammer, die sich im Inneren des Rauchmelders befindet. Konkret werden in dieser Messkammer in regelmäßigen Intervallen Lichtstrahlen ausgesendet, die im Normalfall nicht auf die Fotolinse innerhalb des Rauchmelders treffen können.

Bei einem Eintritt von Rauch in die Messkammer können die ausgesendeten Lichtstrahlen durch die Rauchpartikel gestreut und anschließend auf das Fotoelement abgelenkt werden. Der Alarmton wird durch das Erkennen des Rauchsignals ausgelöst. Durch dieses prinzipiell sehr einfache, aber wirkungsvolle Prinzip, ist es möglich, dass ein optisches Modell zuverlässig im Falle eines Brandes warnen kann, ohne dass bei einer leichten Rauchentwicklung, wie beispielsweise durch den Qualm einer Zigarette, ein Fehlalarm ausgelöst wird.

Rasche Reaktion auf Rauch

Charakteristisch für optische Brandmelder ist das Reagieren auf kalten Rauch, der sich bereits bei einem schweren Brand bildet, noch ehe die Flammen für Leib und Leben zu einer Gefahr werden. Ein Lasermelder basiert auf demselben Funktionsprinzip wie der optische; anstatt einer einfachen Leuchtdiode wird jedoch eine Laserdiode verwendet, wodurch die Messung genauer wird und das Gerät bereits geringste Mengen von Rauchpartikeln erkennen kann.

Batteriebetriebene Geräte haben den Vorteil, unabhängig vom Stromkreis arbeiten zu können. Ist ein Batteriewechsel notwendig, wird dies – etwa 30 Tage bevor die Batterie vollständig entladen ist – durch einen bestimmten Signalton angekündigt.

Wichtig: Worauf muss man bei der Installation achten?

Für private Räumlichkeiten empfehlenswert sind batteriebetriebene Brandmelder. Diese eignen sich vor allem zum Nachrüsten im Arbeits- und Wohnbereich und können ohne zusätzliche Kabelverlegung installiert werden. Vielfach sind moderne, batteriebetriebene Modelle kaum größer als eine Kaffeetasse, optisch unauffällig und lassen sich leicht installieren.

Tipp: Langzeitbatterien verwenden
Geht es um die notwendige Energieversorgung sind Langzeitbatterien sehr empfehlenswert. In der Regel ist die Lebensdauer einer solchen Batterie ebenso lang wie die Lebensdauer des Gerätes selbst.

Grundsätzliche Hinweise für den Ort der Anbringung

– Ein handelsüblichea Gerät verträgt Temperaturen zwischen – 4 und + 45 Grad.
– Der Rauchmelder sollte sich nicht in der Nähe größerer Gegenstände befinden (eine große Zimmerpflanze beispielsweise); diese könnten den Weg des Rauches behindern.

– Ebenso sollten Sie darauf achten, den Rauchmelder nicht in Bereichen mit zugiger Luft zu installieren, da durch diese der Rauch das Gerät eventuell nicht oder stark verzögert erreicht.
– Eine Anbringung in der Nähe von Klimageräten und Heizungen sollte vermieden werden.
– Wenn elektrische Energie benötigt wird, sollte der Betrieb über einen eigenen Stromkreis erfolgen.

Tipp: Möglichst zentrale Anbringung wählen
Bei der Wahl des Montageortes ist es wichtig zu wissen, dass Rauch stets nach oben steigt und sich somit zuerst unter der Decke sammelt. Dies bedeutet, dass eine Montage nach Möglichkeit zentral an der Zimmerdecke eines Raumes montiert werden sollte. Beim Anbringen sollten Sie auf einen Mindestabstand von 50 Zentimetern zu Deckenlampen, Deckenbalken, Ecken und Wänden achten. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass der Rauch den schnellsten Weg zum Meldegerät finden wird.

Als nicht ganz unproblematisch gestaltet sich die Montage in Zimmern, die über eine Mansarde verfügen. In diesem Fall sollten Sie den Rauchmelder etwa 90 Zentimeter vom höchsten Punkt des Zimmers sowie mit einem Abstand von etwa 50 Zentimetern vom First anbringen.In Räumen, die über Raumtrenner bzw. Zwischenwände verfügen, sollten Sie in jedem Teilbereich einen anbringen.

Tipp: Befestigungsmaterial oft inklusive
Vielfach sind bereits bei der Lieferung Schrauben und Dübel für die Befestigung beigelegt. Abhängig vom Modell besteht auch die Möglichkeit, den Rauchmelder mithilfe von Magnetpads oder Klebepads zu befestigen.

In welchen Räumen sollten Rauchmelder installiert werden?

Nur ein richtig installiertes Gerät, der an einem geeigneten Ort montiert wurde, kann zuverlässig und rechtzeitig alarmieren. In Bundesländern, in denen eine Rauchmelderpflicht besteht, ist eine Montage in Schlafzimmern, Kinderzimmern und Fluren, die als Rettungsweg dienen, gesetzlich vorgeschrieben. Zudem ist eine Montage in Arbeits- und Wohnbereichen zu empfehlen.

Tipp: Fehlalarm vermeiden und zusätzlichen Hitzemelder nutzen
Nicht empfehlenswert ist hingegen die Montage in Räumen wie dem Keller, im Badezimmer, Dachboden oder der Küche, da ein vermehrtes Aufkommen von Staubpartikeln und Wasserdämpfen zu Fehlalarmen und einer kürzeren Lebensdauer des Gerätes führen kann. An den genannten Orten ist jedoch ein Hitzemelder eine Alternative, die der zusätzlichen Absicherung dient. Ein Hitzemelder ist gegenüber Dampf und Staubpartikeln sehr viel unempfindlicher als ein Rauchmelder.

Wieso sollte man sich einen Rauchmelder kaufen?

Monatlich verunglücken in Deutschland etwa 40 Menschen tödlich durch Brände. Die Vielzahl der Todesfälle geschieht in den eigenen vier Wänden. Was viele Personen nicht wissen: die Todesursache bei einem Brand ist vielfach eine Rauchvergiftung. Etwa zwei Drittel aller Brandopfer werden von den Flammen im Schlaf überrascht. Angesichts dieser Zahlen ist es nicht weiter verwunderlich, dass in den meisten Bundesländern die Installation  bereits gesetzlich vorgeschrieben ist.

Info: Oft sind technische Defekte die Brandursache
Im Gegensatz zur landläufigen Meinung ist der Grund für einen Brand nicht nur Fahrlässigkeit, denn sehr häufig werden Brände durch technische Defekte ausgelöst, die ohne eine präventive Maßnahme, wie einen Rauchmelder, schnell zu einer Katastrophe führen können. Es genügen bereits drei Atemzüge des hochgiftigen Brandrauchs, damit eine schlafende Person bewusstlos wird und erstickt.

Lebensretter und zusätzlicher Sicherheitsfaktor
Aus diesem Grund ist ein Rauchmelder ein echter Lebensretter in der eigenen Wohnung. Durch den lauten Alarm des Gerätes werden Sie im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr gewarnt und erhalten wertvolle Sekunden, um Ihre Familie und sich selbst in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr zu benachrichtigen.

Normen und Pflichten in den Bundesländern

Rheinland-Pfalz war das erste Bundesland, in denen die Installation gesetzlich beschlossen wurde. Eine Rauchmelderpflicht ist in den entsprechenden Bauordnungen der Bundesländer festgehalten und basiert auf der Anwendungsnorm DIN 14676. In dieser wird aufgeführt, dass Kinderzimmer, Schlafräume und Flure, die als Rettungswege dienen, über mindestens einen Rauchmelder verfügen müssen. Um diese gesetzliche Auflage zu erfüllen, ist es wichtig, dass die Geräte entsprechend der DIN EN 14604 zugelassen sind.

In einigen Bundesländern ist diese gesetzliche Auflage bereits in Kraft getreten, in anderen ist dieser Beschluss für einen späteren Zeitpunkt geplant. In den Bundesländern Bayern, Brandenburg, Berlin, Sachsen und Baden-Württemberg existiert hingegen bis heute keine Rauchmelderpflicht.

Tipp: Beachten Sie das CE-Zeichen bei der Anschaffung
Beim Kauf ist es empfehlenswert, auf das CE-Zeichen zu achten. Hiermit bestätigt der Hersteller, dass das Gerät konform mit den jeweiligen EG-Richtlinien über das Veröffentlichen von Produkten ist.
Beim VdS-Zertifikat handelt es sich hingegen um eine akkreditierte und unabhängige Zertifizierungs- und Prüfstelle für Einbruch- und Brandschutz. Um dieses Zertifikat zu erhalten, muss das Gerät strengen produktspezifischen Anforderungen genügen. Somit sind Rauchmelder, die über dieses Siegel verfügen, als besonders vertrauenswürdig einzustufen.

Empfehlenswerte Produkte für den Kauf

Rauchmelder von Gira

Sichere Warnung vor Rauch

Hierbei handelt es sich um einen batteriebetriebenen Rauchmelder, in der Ausgabe Dual/Vds. Die Abmessungen  betragen im Durchmesser 110 Zentimeter und in der Höhe 45 Zentimeter.

Er verfügt über einen akustischen Alarm, der im Rauchfall ein Signal auslöst. Ausgeliefert wird das Modell zur Rauchwarnung in  einem Mehrfachpack. Mitgeliefert werden zudem die notwendigen 9V-Batterien.

Das Gewicht  gibt der Hersteller mit genau 100 Gramm an.

Die Funktionsweise

Das Gerät des Herstellers Gira verfügt über ein doppeltes Erkennungsverfahren. Konkret bedeutet dies, dass die Sicherheit für den Kunden verdoppelt wird. Rauchpartikel werden vom Gerät erkannt und per akustischen Alarm angezeigt.

Die Signalauswertung  verläuft prozessgesteuert. Hinzu kommt, dass der Rauchmelder über einen sogenannten Thermodifferentialsensor verfügt. Dies bedeutet, dass jegliche Wärmeentwicklung über einen Sensor überprüft wird. Dabei werden sowohl optische, als auch thermische Werte dauerhaft beobachtet und gemessen.

Das integrierte Überwachungsmodul geht dabei so vor, dass zum einen die gemessenen Werte und zum anderen die Gesamtverschmutzung in einem Raum überprüft werden. Kommt es zu einer Verunreinigung der Rauchkammer, muss per Driftkompensation die Verschmutzung ausgeglichen werden. Nur dadurch kann die Auslösung eines Fehlalarms vermieden werden.

Gleichzeitig bietet der Rauchmelder eine Brandempfindlichkeit, die als sehr hoch einzustufen ist. Mit diesem professionellen Sensor kann das Objekt von Gira auch an solchen Orten eingesetzt werden, in denen eine Rauchentwicklung nahezu unvermeidbar sind. Dazu zählt zum Beispiel die Küche. Bei einer Raucherkennung per Wärmesensor kann in der Küche gekocht werden, ohne einen Fehlalarm des Gerätes befürchten zu müssen, da eine spezielle optische Raucherkennung abgeschaltet werden kann.

Abus HSRM10010 (3er Set)

Rauchwarnmelder von Abus

Bei dem Produkt Abus HSRM10010 handelt es sich um ein Dreierset. Das Modell von Abus funktioniert auf photoelektrischer Basis und reagiert somit auch auf kleinste Rauchpartikel.

Jeder Melder des Dreiersets besitzt einen Radius von 40 Quadratmetern, den er als Erfassungsbereich abdecken und erfassen kann. Die Abmessung gibt der Hersteller mit 19,5 Zentimetern Breite und einer Höhe von 12,5 Zentimetern an. Die Farbe ist Weiß, das Set beinhaltet jeweils eine Batterie. Die Lebensdauer einer Batterie beträgt drei Jahre, ist aber auch davon abhängig, wie oft getestet wird. Jeder Test minimiert die Lebensdauer der Batterie. Nach drei Betriebsjahren muss eine erneute Wartung durchgeführt oder komplett ausgetauscht werden.

Montagevorschlag

Die Montage erfolgt an der Decke eines Raumes, möglichst in der Raummitte angebracht. Dabei muss ein Mindestabstand von 15 Zentimetern zur Seitenwand berücksichtigt werden, ebenso sollte zu jeder Ecke ein Mindestabstand von 50 Zentimetern eingehalten werden. Grundsätzlich empfiehlt der Hersteller in jedem Flur, in jedem Treppenaufgang, aber auch in jedem Wohn- und Schlafraum jeweils ein Gerät an der Decke zu montieren.

Die Alarmgebung beim Abus HSRM10010

Beim Alarmgeber des Abus HSRM10010 handelt es sich um eine Piezo-Alarmgebung. Diese ist fest in den Rauchmelder integriert und sehr leistungsstark. Sollte es zu einem Brand in der Umgebung des Rauchmelders und seines Erfassungsbereiches kommen, reagiert dieser sofort und meldet per Alarm das Rauchaufkommen. Dabei bedient sich der Rauchmelder einer einsetzenden Alarmierungslautstärke von 85 Dezibel.

Gira 49577 – Familien Sicherheitspaket

Das GIRA 49577 Sicherheits-Set für die ganze Familie

Grundsätzliche Merkmale

Bei dem Modell von Gira handelt es sich um ein Sicherheitspaket für eine ganze Familie.

Inbegriffen im Lieferumfang sind die für den Betrieb notwendigen 9-Volt-Blockbatterien. Zum Sicherheitspaket gehört natürlich auch der das Meldemodul selbst, der über einen integrierten Testknopf verfügt, um einen Funktionstest durchzuführen. Gleichzeitig ist ein automatischer Selbsttest mit dem Gerät möglich. Die Betriebslebensdauer der Batterie beträgt laut Hersteller mindestens ein Jahr. Das Gerät verfügt ferner über eine praktische Batteriewechselanzeige.

Der Lieferumfang des Gira 49577

Zum Lieferumfang gehören drei Melder, ebenso drei Montagesockel, drei 9V-Batterien, ebenso auch die notwendigen Schrauben und Dübel sowie eine konkrete Montage- und Bedienungsanleitung.

Sicherheitsmerkmale beim Gira 49577

Zu den Sicherheitsmerkmalen des Rauchmelders Gira 49577 gehört ein automatischer Selbsttest, um den Rauch auszuwerten, ebenso ein Warnton, der laut und pulsierend ist und über ein Lautstärkemerkmal von 85 Dezibel verfügt. Ebenso zählen die Anzeige für Verschmutzung und Störung dazu sowie ein Testknopf, um das Gerät in regelmäßigen Intervallen zu überprüfen. Des Weiteren verfügt der Rauchmelder Gira 49577 im Sicherheitspaket über eine Verschmutzungs- und Störungsanzeige. Der Rauchmelder arbeitet nach einem Streulichtprinzip, das auf fotoelektrischer Ebene funktioniert. Rauchentwicklungen werden somit rechtzeitig erkannt und gemeldet.

Die Alarmgebung des Gira 49577

Als Alarmgebung im Gira 49577 dient eine akustische Alarmanzeige. Dazu verwendet der Rauchmelder einen Pioze-Signalgeber, der intermittierend ist.

Hinzu kommt eine optische Anzeige. Hierzu verwendet der Rauchmelder eine LED-Lampe in roter Farbe. Die Betriebstemperatur des Gira 49577 gibt der Hersteller mit 4 bis 40 Grad an, was bedeutet, dass der Rauchmelder bei tieferen oder höheren Temperaturen keinen sicheren Betrieb garantieren kann.

Tipps zur Vermeidung von Feuer-Gefahren im Haus

Wichtig: Frühzeitig Umgang mit Feuer trainieren

An dieser Stelle soll betont werden, dass Rauchmelder keine Brände verhüten, sie aber frühzeitig erkennen und melden können. Der Königsweg ist es natürlich, Brände gar nicht erst entstehen zu lassen.

Aus diesem Grund sollten Sie in Ihrer Wohnung verschiedene Sicherheitstipps beachten:

– Niemals im Bett rauchen
– Zigarettenreste nur in feuerfesten Behältnissen ablegen oder ausdrücken
– offenes Feuer (beispielsweise Kerzen) niemals unbeaufsichtigt lassen
– eingeschaltete Elektrogeräte, wie beispielsweise Herd, Kaffeemaschine oder Bügeleisen stets ausschalten, bevor Sie den Raum verlassen
– brennendes Fett niemals mit Wasser löschen, sondern mit einer speziellen Lösch- oder Wolldecke ersticken
– Reparaturen an Elektro- oder Gasgeräten nur von Fachpersonal durchführen lassen

Rettungs- und Fluchtwege

Treppenräume und Flure sollten stets frei von sperrigen oder brennbaren Gegenständen, wie beispielsweise Farben, Pappkartons, Möbeln oder Fahrrädern sein. Türen in Rettungswegen, wie sie beispielsweise in Hochhäusern vorhanden sind, sollten ständig geschlossen, aber niemals verschlossen sein. Entsprechende Rettungswege und Türen sind in der Regel so konstruiert, dass sie im geschlossenen Zustand einer Brand- und Rauchausbreitung Widerstand leisten können. Dies ist der Grund, warum solche Türen nicht mit Holzkeilen offen gehalten werden dürfen.

Auch wenn sich die Parkplatzsuche – vor allen in der Stadt – oftmals als schwierig gestaltet, achten Sie darauf, Ihr Auto nicht in Feuerwehrzufahrten oder vor Hydranten zu parken. Dies kann im Brandfall wertvolle Zeit kosten, die über Leben und Tod entscheiden kann.

7.2. Brandprävention für Kinder und Eltern

Wichtig: Die Lage der Notausgänge sollte bekannt sein

Familien mit kleinen Kindern sollten nicht nur darauf achten, dass die Kinder keinen Brand verursachen, sondern dass sie auch auf das richtige Verhalten im Brandfall vorbereitet werden. Der richtige Umgang mit der Brandgefahr sollte den Kindern auf spielerische Art und Weise erklärt werden. Es ist als Pflicht eines Erwachsenen anzusehen, Kindern mit einem guten Beispiel bei der Brandprävention voranzugehen.

– Bewahren Sie Kerzen, Feuerzeuge und Zündhölzer sorgfältig auf und machen Sie diese Ihren Kindern nicht zugänglich
– leicht entflammbare Gegenstände gehören nicht in Kinderhände oder deren Reichweite
– Feuerwerkskörper und Wunderkerzen dürfen nur außerhalb der Wohnung entzündet werden
– ohne Aufsicht sollten sich Kinder niemals in der Nähe von brennenden Kerzen, Kaminen oder einem Herd befinden

8. Verhalten im Brandfall / bei einem Alarm

Die erste Grundregel im Brandfall lautet Ruhe bewahren. Sobald Sie den Brandherd bemerkt haben, müssen Sie innerhalb weniger Sekunden entscheiden, ob Sie das Feuer mithilfe eines Feuerlöschers selbst bekämpfen können oder dies durch professionelles Löschpersonal geschehen muss.

Wichtig: Türen & Fenster geschlossen lassen!
Lassen Sie die Fenster und Türen geschlossen, denn Sauerstoff und Zugluft begünstigt die Ausbreitung des Feuers.Wenn Sie das Feuer nicht selbst bekämpfen können, alarmieren Sie unverzüglich die Feuerwehr und verlassen Sie schnellstmöglich das Gebäude. Warnen Sie andere Personen, die sich im Haus befinden, aber unternehmen Sie keine eigenen Rettungsversuche. Überlassen Sie dies der eintreffenden Feuerwehr.

Wichtig: Keine Aufzüge nutzen!
Benutzen Sie im Brandfall auf keinen Fall einen Aufzug, denn in diesem kann sich hochgiftiger Rauch sammeln, der schnell zur Bewusstlosigkeit und zum Tod führen kann. Verlassen Sie das Gebäude über das Treppenhaus und informieren Sie das eintreffende Rettungspersonal möglichst detailliert über das Ausmaß des Feuers.

Wichtig: Info an Feuerwehr/Rettungskräfte
Beschreiben Sie der Feuerwehr, wo genau sich das Feuer befindet und ob sich noch weitere Personen im Gebäude aufhalten. Dies erleichtert die Lösch- und Rettungsmaßnahmen erheblich.Laufen Sie auf keinen Fall zurück in den Raum, in dem sich das Feuer ausgebreitet hat, solange die Löschkräfte vor Ort keine ausdrückliche Entwarnung gegeben haben.

9. Fazit
An dieser Stelle sei noch einmal betont werden, wie unverzichtbar Rauchmelder für die Früherkennung eines Brandes sind. Insbesondere in den Nachtstunden, in denen der Geruchssinn eines Menschen inaktiv ist, können diese buchstäblich Leben retten. Durch einen schrillen Alarmton werden alle Personen, die sich im betreffenden Haus befinden, noch vor der ersten Flammenbildung geweckt und können erste Löschversuche unternehmen respektive die Feuerwehr benachrichtigen.
Pflicht besteht, ist es daher ratsam, einen solchen kleinen Lebensretter in den wichtigsten Räumen der eigenen Wohnung zu installieren. Hierbei handelt es sich um eine wichtige unterstützende Maßnahme in Sachen effektiver Brandprävention. Beim Kauf sollten Sie daran denken, gleich die benötigte Menge „in den Warenkorb“ zu legen, da man bei diesem Thema nicht unnötig sparen sollte.

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