Innenrenovierung – Ratgeber

Ob Altbau oder Neubau, ob Wohnung oder Haus, die eigenen vier Wände bieten immer Möglichkeiten und Anlässe für Verbesserungen der Wohnqualität beziehungsweise für Renovierungstätigkeiten. Bei älteren Gemäuern werden häufig Außen- und Innenrenovierungen zwangsläufig notwendig, auf Grund diverser gesetzlicher Vorgaben, aber auch bei vergleichsweise neuen Gebäuden fallen nach 10 – 15 Jahren die ersten Arbeiten an.

Nicht umsonst wird häufig vom lebenslangen Bauherren gesprochen – wer Haus oder Wohnung lange modern, in Schuss und auf einem hohen Preisniveau halten möchte, muss in regelmäßigen Abständen diverse Sanierungen und Ausbesserungen vornehmen.

Renoviert wird!

Vielen Österreichern, wohl auch dem einen oder anderen Deutschen Bundesbürger, ist diese knappe, aber markige Ansage von Edmund Sackbauer aus der bekannten TV-Serie „Ein echter Wiener geht nicht unter“ bekannt. Bekannt dürfte wohl auch sein, dass hier ohne Plan renoviert wurde und dies in einem kleinen Desaster endete. Finanziell, genauso wie in der Ausführung.


Nun werden heutzutage nur noch wenige Personen windige Darlehen bei Kredithaien für eine Renovierung aufnehmen, dennoch sollte somit klar sein, dass eine jede Renovierung auf soliden, finanziellen Fundamenten fußen muss. Ein Arbeitsplan sowie ein exakter Kostenvoranschlag ist zu erstellen, darauf folgt eine entsprechende Finanzierung. Viele Banken bieten hierfür spezielle Sanierungs- oder Renovierungskredite an, in vielen Fällen können auch staatliche Förderungen eingefordert werden.

Begabte Hand- und Heimwerker können zudem, speziell auch im Bereich der Innenrenovierung, viele Arbeiten selbst erledigen. Sollte jedoch auch nur ein Hauch eines Zweifels aufkommen, bezüglich der Umsetzung in Eigenregie, sollte ein Fachmann zumindest zu Rate gezogen werden. Eventuelle Arbeitskosten, die außernatürlich anfallen könnten, sollten in die Finanzierung als Absicherungen miteinkalkuliert werden.

Gesetzliche Vorgaben und Förderungen

Ist die Finanzierung erst einmal in trockenen Tüchern, kann mit der Renovierung selbst begonnen werden. Im Zuge der Planung und Finanzierung sollten bereits diverse Gespräche bezüglich gesetzlicher Vorgaben und Vorlagen, wie sie im Bereich der Dämmung etwa gegeben sind, oder bezüglich diverser Brandschutzverordnungen, geführt worden sein. Heutzutage kann nicht einfach darauf los gebaut oder renoviert werden, es gilt diese Vorlagen zu beachten und zu erfüllen. Neuere Gebäude und Häuser sollten ohnehin bereits aktuell geltenden Vorlagen entsprechen, auch Altbauten müssten im Normalfall bereits dahingehend angepasst worden sein.

Trotzdem, auch neue Arbeiten müssen sich klar an den aktuellen Standards (eventuell sogar an zukünftigen) orientieren.
Speziell wenn es um Gebäudedämmung und Energieverbrauch geht, sind vom Bund oder den Ländern auch Förderungen zu erwarten. Dieser Bereich sollte ebenfalls bereits im Zuge der Finanzierung geklärt worden sein. Eine gute Übersicht über mögliche Förderungen und Vorgaben können auf den entsprechenden Webseiten der Länder und der Ministerien abgerufen werden, sowie auf diversen anderen, facheinschlägigen Portalen.

Österreich:
http://www.bmlfuw.gv.at/
http://www.wohnnet.at/finanzieren/foerderungen/

Renoviert wird – aber was macht Sinn?

Nicht jeder kleine Mangel erfordert sofort eine umfassende Renovierung. In vielen Fällen kann es bei kleinen Reparaturen oder Ausbesserungen belassen werden. Dennoch zeigt die Erfahrung, dass bestimmte Bereiche nach einer gewissen Zeit einer Erneuerung bedürfen, um den Wert der Immobilie zu erhalten.
So sind in erster Linie die Bereiche Dämmung, Heizung, Fenster und Türen, sowie Keller und Dach im Blickpunkt einer Außen- wie Innenrenovierung. Witterung und Feuchtigkeit können die Bausubstanz angreifen, darunter leidet nicht nur die Energieeffizienz eines Gebäudes. Änderungen und Arbeiten, die rein der Wohnbefindlichkeit und der eigenen Wohnqualität dienen, sollten nur dann angegangen werden, wenn diese problemlos finanziert werden können und keine Löcher im Haushaltsbudget hinterlassen.

Alternative Innendämmung

Ab und an muss an der Dämmung eines Gebäudes eine Verbesserung vorgenommen werden. Selbst das modernste und energieeffizienteste Haus weist nach einer gewissen Zeit Schwachstellen auf, die zu großen Problemen und Schäden führen können. Hier sollte in regelmäßigen Abständen geprüft werden, etwa mit einer Wärmebildkamera, ob Schwachstellen gegeben sind.
Dämmschichten müssen dabei nicht zwangsläufig an der Außenwand angebracht werden, diese lassen sich auch an den Innenwänden montieren. Neben herkömmlichen Dämmplatten kommen hier auch immer öfter Kalziumsilikatplatten zum Einsatz, die einen zusätzlichen Schutz gegen Schimmel bieten.

Fenstertausch – Qualität hat Vorrang

Wann Fenster auszutauschen sind, kann grundsätzlich nur ein Fachmann beurteilen. Entsteht häufig Kondenswasser, bilden sich feuchte Stellen und Schimmel im Bereich der Fensteröffnungen oder schließen diese nicht mehr richtig, dann ist „Gefahr in Verzug“ und Handlungsbedarf gegeben. Fenster und Türen müssen gleich den Wänden einen lückenlosen Abschluss bilden – ist dies nicht der Fall, leidet die Energieeffizienz des gesamten Gebäudes darunter.

Besonders gefährdet sind auch Dachfenster, da diese exponiert angebracht und somit der Witterung und Feuchtigkeit in einem noch größeren Ausmaß ausgesetzt sind. Hier ist Qualität gefragt, die sich langfristig bewährt. Intelligente Fenster Systeme, wie etwa im Onlineshop von VELUX, sorgen nicht nur für Licht im Wohnraum und schließen zu 100 % dicht ab, diese verfügen auch über eine selbstregulierende Lüftung. Dieses zusätzliche Lüftungselement dient dem Feuchteschutz und sichert die Wohngesundheit. Ergänzend können auch Rollläden zur Optimierung des Raumklimas und der Energieeffizienz angebracht werden.

Renovierung nach Bedarf

Es ist vorausschauend und klug, die bereits erwähnten Bereiche immer wieder auf Schwachstellen zu prüfen. Unsinnig erscheint es, ein intaktes Gebäude zu renovieren oder umzugestalten, wenn nicht ein unmittelbarer Nutzen daraus resultiert. Generell sollte daher gelten: Renovieren nach Bedarf. Zusatz: Oder bei finanziellem Überschuss.
Abschließend einige Anregungen und Informationen rund um das Thema Innenrenovierung und Renovierung im Allgemeinen:
http://www.selbst.de/bauen-renovieren/hausumbau-haussanierung
http://www.bauen.de/ratgeber/ausbau-renovierung.html

sp

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