Elektroinstallation im Rahmen der Sanierung selbst vorbereiten!

Im Rahmen einer Renovierung muss häufig auch die Elektroinstallation überarbeitet werden. Oftmals wurden alte Flachleitungen verlegt und auch der Sicherungskasten ist meist mit alten Dreh- und Schraubsicherungen abgesichert, die nicht mehr dem modernen Zeitgeist entsprechen.

Häufig fehlt sogar der wichtige FI Schalter, welcher jedoch schnell durch einen Elektriker nachgerüstet werden kann.

Wer einen Altbau, bzw. eine Bestandsimmobilie renovieren will, der sollte sich erkundigen, welche Arbeiten er selbst machen kann und wie er in Absprache mit dem Elektriker dadurch bares Geld sparen kann. Grundsätzlich gibt es viele Arbeiten, die an der Elektrik selbst gemacht werden können.

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Wichtig: Je nach Installation und Alter der Elektrik vom Profi beraten lassen!
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Absprachen mit dem Elektriker im Vorfeld treffen!

Wichtig ist es, dass im Vorfeld mit dem Elektriker darüber gesprochen wird und natürlich auch darauf geachtet wird, dass nur Arbeiten vollzogen werden, die keine Gefahren darstellen und bei denen nichts passieren kann.

Es ist daher unbedingt notwendig, dass man vorher zusammen mit dem Elektromeister prüft, welche Sicherungen im Haus vorhanden sind und wie man zum Beispiel den Strom für bestimmte Räumlichkeiten abstellen kann.

  • Elektroinstallation muss im Vorfeld mit einem Elektriker besprochen werden
  • Gefahrenquellen müssen identifiziert werden
  • Leitungen und Sicherungen müssen im Vorfeld geprüft werden
  • Deinstallation der Elektrik kann in Teilen selbst gemacht werden
  • Arbeiten am Sicherungskasten sollten durch den Elektriker erfolgen
  • Elektriker muss die gesamte Elektrik am Ende prüfen und abnehmen

Quelle und Infos: https://www.wohnnet.at/sanierung/innensanierung/neue-elektroinstallation-das-muss-alles-gemacht-werden-9054252

Sicherheit geht vor – was ist zu beachten?

Bevor Arbeiten an der Altinstallation durchgeführt werden, muss diese geprüft werden und natürlich auch abgeschaltet werden. Mit einem Spannungsmesser kann schnell in Erfahrung gebracht werden, auf welchen Leitungen Strom liegt und natürlich auch, mit welchen Sicherungen der Strom verbunden ist.

Der Elektromeister kann genau erklären, wie der Strom abgestellt wird und welche Arbeiten im Anschuss vollzogen werden können. Zur Sicherheit sollte immer ein Spannungsprüfer mitgeführt werden, mit welchem schnell und problemlos geschaut werden kann, ob auf einer Leitung noch Strom vorhanden ist, oder ob dies nicht der Fall ist.

Wie ist die Elektroinstallation im Haus aufgebaut?

In der Regel gibt es im Haus mindestens einen großen Sicherungskasten. Die Zuleitung von der Straße geht in diesen Sicherungskasten und wird hier mit dem Stromzähler verbunden. Von dort aus geht es meist über eine Unterverteilung auf einzelne Sicherungen weiter.

Häufig befinden sich in den Häusern auch mehrere Unterverteilungen – zum Beispiel für einzelne Wohneinheiten bei Mehrfamilienhäusern oder zum Beispiel für einzelne Etagen. Diese Untereinheiten können getrennt voneinander abgesichert werden. In der Regel ist die Stromversorgung so aufgebaut, dass zum Beispiel bei einer Überlast nur eine Sicherung abschaltet, bzw. ausgelöst wird und der Rest des Hauses weiterhin Strom hat. Es kann jedoch auch der Fall sein, dass der FI Schutzschalter auslöst und der gesamte Strom ausgestellt ist.

  • Zuleitung der Stromversorgung ist mit dem Stromzähler verbunden
  • Der Stromzähler ist in einem Sicherungskasten untergebracht
  • Bei Mehrfamilienhäusern gibt es idR weitere Unterverteilungen und Sicherungskästen
  • Von den Sicherungen führen die Zuleitungen meist in Unterputzdosen, von hier aus zu z.B. Steckdosen und Lichtschaltern sowie Endverbrauchern

Grundsätzlich geht es also von der Zuleitung in den Stromzähler, dann vom Sicherungskasten zu den einzelnen Unterverteilungen und von hier aus zu den Steckdosen, Lichtschaltern und Endverbrauchern.

Wichtig: Bei der Sanierung der Elektroanlage in einer Mietwohnung müssen bestimmte Aspekte beachtet werden. Auch die Sachlage wer die Kosten für die Sanierung übernehmen muss ist nicht eindeutig – Je nachdem ob man Vermieter oder VKI fragt.

Entfernen der Altinstallation

Die Altinstallation kann erst dann entfernt werden, wenn die Leitungen tot geschaltet worden sind, bzw. wenn kein Strom mehr über sie fließt. Sofern dies gewährleistet ist, kann man beginnen, die alte Installation zu entfernen. Zunächst werden alte Lichtschalter und Steckdosen entfernt, bzw. deinstalliert.

Dies kann mit einem handelsüblichen Schraubenzieher passieren. Mit diesem kann man die Steckdosen einfach abschrauben. Nachdem die Plastik Applikationen entfernt worden sind, können die Metallbauteile entfernt werden. Da in der Regel die Tapeten von den Wänden entfernt worden sind, ist es jetzt auch möglich, dass man zum Beispiel die alten Leitungen und Kabel entfernen kann. Hierzu müssen die Wände in der Regel aufgestemmt werden, was mit einem Bohrhammer oder Stemmhammer möglich ist. Da die gesamte Elektroinstallation in der Regel über Dosen in der Wand verteilt wird, ist es wichtig, dass diese Dosen gefunden werden und freigelegt werden. Oftmals erkennt man sie durch Klopfen auf der Wand an hohlen Stellen. Das bedeutet, dass man sehr schnell merkt, wo eine Dose für die Unterkonstruktion verbaut worden ist.

Was von der Altinstallation entfernt werden soll und was bleiben soll, ist im Vorfeld mit dem Elektriker abzustimmen. Oftmals kann auch erst nach dem Entfernen einzelner Leitungen gesagt werden, wie viel insgesamt erneuert werden muss. Das liegt daran, dass man bei einer geschlossenen Wand nicht unbedingt sehen kann, welche Kabel verbaut worden sind und ob diese weiterhin genutzt werden dürfen.

Was mache ich mit der Altinstallation?

Wer die alten Kabel und Steckdosen gesammelt hat, muss diese nicht zwangsweise sofort entsorgen. Es ist möglich, dass die komplette Altinstallation recycelt wird und zu Geld gemacht wird. Der Elektroschrott sowie der Kabelschrott gelten allgemein als Schrott, der gerne weiterverarbeitet wird.

Das bedeutet, dass die Metalle eingeschmolzen werden und daraus neue Produkte entstehen können.

  • Alte Elektroleitungen können beim Schrotthändler recycelt werden
  • Steckdosen und andere Bauteile aus Metall können ebenfalls recycelt werden

Es ist also sinnvoll, die alten Elektroleitungen und Installationen zu entfernen und in einem Behälter zu sammeln. Wer hochwertige Kupferleitungen sammelt, kann dadurch beim Schrotthändler inzwischen gute Preise erzielen. Die komplette Elektro Altinstallation kann also wiederverwertet werden.

Wie viel Arbeit steckt in der Entfernung der Altinstallation?

Wer sich darauf konzentriert, lediglich die Altinstallation zu entfernen, der wird schnell feststellen, dass er dies in wenigen Tagen vollbringen kann. Bei einem freistehenden Einfamilienhaus dürfte es nur wenige Tage dauern, einen großen Teil der Altinstallation zu entfernen.

  • Einfamilienhaus: Altinstallation kann in wenigen Tagen entfernt werden
  • Stemmhammer und Flex sollen als Werkzeug bereitstehen
  • Zangen und Schraubendreher sind ebenfalls notwendig
  • Gehörschutz, Atemschutz sowie Handschuhe und Schutzbrille sind zwingend erforderlich

Wichtig ist es, dass man die notwendigen Geräte, wie z.B. einen Stemmhammer und auch eine Flex parat hat und mit diesen umgehen kann. Sicherheitshandschuhe, sowie als auch eine Schutzbrille, Atemschutz und auf jeden Fall ein Gehörschutz gehören dazu, wenn man die Altinstallation erfolgreich und sicher entfernen möchte. Zudem sollte man sich an die gesetzlichen Ruhezeiten halten. Das bedeutet, dass die meisten Menschen nach Feierabend, oder eben am Samstag an der Elektroinstallation arbeiten, da sie unter der Woche ihrem Beruf nachgehen müssen.

Der Aufbau einer neuen Installation kann ebenfalls in großen Teilen selbst übernommen werden. Auch hier ist es zwingend erforderlich, dass Absprachen mit dem Elektriker getroffen werden. Dieser sollte in jedem Fall die Anschlussarbeiten an den Sicherungskasten durchführen und muss gleichzeitig die gesamte Elektrik am Ende abnehmen und prüfen, so dass es bei einem Versicherungsfall keine Probleme gibt.

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