Photovoltaikanlage – die Kraft der Sonne nutzen

In Zeiten im höherer Energiekosten überlegen sich viele Privatpersonen die Anschaffung einer Photovoltaikanlage (PV-Anlage) um die Kraft der Sonne zu nutzen. Oft ist es aber nicht das wirtschaftliche Denken sondern vor allem technisches Interesse an der Umsetzung und die Freude darüber den Großteil des Jahre energieautark zu sein.

Persönliches Interesse ist wichtig

Persönliches Interesse und Engagement sind sehr wichtig für die Umsetzung einer PV-Anlage. In Sachen Förderung ist die Situation in Deutschland etwas besser als in Österreich aber angesichts der Ereignisse in Japan und den immer weiter steigenden Preisen für Energie ist auf eine positive Entwicklung zu erwarten. Leider braucht die Politik wieder einmal viel zu lange um auf die Situation angemessen zu reagieren.
Mittlerweile hat sich ja ein breites Feld an Arbeitsgruppen und Bürgerinitiativen entwickelt und wenn man Fragen hat und Hilfe benötigt findet man rasch ein gutes Netzwerk da einem durch den Bürokratie-Dschungel hilft. Die Einspeisetarife in das öffentliche Netz werden auch immer höher und langsam aber sicher setzt ein merkbares Umdenken in der Gesellschaft ein.

Schon im Kleinen lässt sich viel erreichen

Wer sich für das Thema interessiert, muss sich nicht gleich vor einem riesigen baulichen Aufwand und gigantischen Kosten fürchten. Schon kleine Anlagen bewirken viel, da ja die Sonne auch auf die Anlage scheint wenn wir nicht zu Hause sind.
Es empfiehlt sich außerdem die gewonnene Energie nicht in Batterien zu speichern sondern in das öffentliche Netz zu liefern. Die Kosten und der Wartungsaufwand für die Akkus ist einfach viel zu Hoch. Der Gleichstrom der von der PV-Anlage kommt wird in einem Umrichter auf Wechselstrom umgerichtet und über einen eigenen Zähler in das Netz geliefert. In der Nacht oder bei höherem Strombedarf beziehen Sie wieder die Energie aus dem Netz. Bei der Energiekostenabrechnung bleibt in der Regel ein dickes Plus auf der Rechnung und der Energieversorger bezahlt für den bereitgestellten Strom gutes Geld.
Wer möchte kann verschiedene Spielereien nutzen und sich den täglichen Energie-Ertrag der Anlage auf das Handy schicken lassen oder auf seiner Homepage automatisch posten. Das ist alles kein Problem mehr und wird von den Herstellern auch angeboten.

Ein konkretes Beispiel

Diese Anlage steht in der steirischen Gemeinde Judendorf-Straßengel auf dem Dach eines Gartenhauses und hat eine Fläche von 24 Quadratmetern. Sie ist auf eine Leistung von 3,655 kWp bei 30° südlicher Ausrichtung ausgelegt.
An diesem ziemlich bewölkten März-Tag liefert die Anlage 600 W bis 850 W pro Stunde. Über den Tag hat sie etwas mehr als 8.200 Wh (8,2 kWh) geliefert und das ist etwas mehr der Energieverbrauch des Hauses an diesem Tag. Bei schönem Wetter bringt diese Anlage 19 kWh und mehr! Der nicht benötigte Strom wird über einen eigenen Zähler in das öffentliche Stromnetz eingespeist und die aktuelle Leistung kann in Echtzeit über das Handy oder das Internet abgefragt werden. Der dazu notwendige Webserver SolarLog (1) ist gleich neben dem Umrichter von Fronius (2) montiert und gibt die Daten weiter. Der zusätzliche Speise-Zähler ist im Schaltschrank des Hauses montiert.


Die Anlage auf dem Dach des Gartenhauses.

Der Wechselrichter (2) und der SolarLog (1) sind in der Hütte montiert.

Die hier beschriebene PV-Anlage kann als mittel-groß bezeichnet werden. Es werden für Einfamilienhäuser auch kleiner Anlagen angeboten aber natürlich sind auch viel größere Modelle erhältlich.

Hier geht’s weiter zur Solaranlage von Roland Seepacher in Judendorf-Straßengel

Gute Information ist der halbe Erfolg

Informieren Sie sich bei Interesse bei der Zuständigen Behörde über Förderungen und eventuelle Arbeitsgemeinschaften.

Hier der Link zur Bürgerbeteiligung Mit der Sonne in Judendorf-Straßengel in Österreich. http://mitdersonne.at/
Wer sich selbst eine Anlage bauen möchte, kann sich an Herrn Martin Golob wenden der eine Bauanleitung für Solarmodule erstellt hat. www.solar-bauplan.com

Kommentare

  1. Wir haben uns in der Familie auch für eine Anlage entschieden. Dazu kann ich nur jedem raten. Es ist nicht nur nachhaltig für die Umwelt, sondern auch nachhaltig für den Familiengeldbeutel. Zwar dauert das ein paar Jahre, aber die gehen in jedem Fall vorüber. Man sollte sich nur gründlich informieren.

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